Sanierung und Modernisierung


Das historische städtische Wohnhaus „Villa Maria“, in einer urbanen Übergangszone zwischen
lockerer vorstädtischer Bebauung und dem dicht besiedelten Kern der Landeshauptstadt Bozen
gelegen, sollte energetisch saniert und mit einem geringfügigen Zubau versehen werden. Die
besondere Herausforderung bestand darin, den gesetzlichen Notwendigkeiten des Ensembleschutzes
Rechnung zu tragen und den ursprünglichen Charakter des alten Gebäudes zu erhalten.
Aus diesem Grund wurden die historisch und ästhetisch besonders wertvollen Fassadenflächen (es
sind die Ost- und die Südfassade) lediglich restauriert, während die anderen Außenflächen teilweise
verändert wurden, was insbesondere durch die Errichtung eines zeitgemäßen Personenaufzugs an
der Nordseite unumgänglich war. Insgesamt wurde durch die Neugestaltung auch die Aufteilung der
Wohnfläche so verändert und optimiert, dass statt der bisher vier Wohnungen nunmehr fünf
Wohnungen im Gebäude Platz finden. Darüber hinaus wurde im Erdgeschoss eine
psychotherapeutische Praxis angesiedelt.
Während das Dach und die charakteristischen Gauben lediglich saniert wurden und – bis auf
geringfügige Anpassungen – ästhetisch unverändert blieben, stellt der sichtbarste Eingriff in die
Bausubstanz ein Zubau dar, der in den einzelnen Stockwerken die Wohnzimmer enthält und dessen
schräg gestellte Fassade mit Naturstein verkleidet wurde. Im Gartenbereich wurde eine unterirdische
Garage samt Einfahrt neu errichtet.